PROFIBUS Handbuch

D-Sub Stecker

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D-Sub Stecker

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Der D-Sub Stecker ist der empfohlene Stecker für IP20 Installationen (im Schaltschrank).

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Buchsen am Gerät

Pin Nr.

Signal

Funktion

 

1

Schirm

Schutzerde

nicht empfohlen

2

M24

Masse für 24V Spannung

Optional

3

RxD/TxD-P

Daten Leitung Plus (B-Leiter)

Pflicht

4

CNTR-P

Repeater Richtungskontrolle

Optional

5

DGND

Daten Masse

Pflicht

6

VP

+5V Speisung für Busabschluss

Pflicht

7

P24

+24V Speisung

Optional

8

RxD/TxD-N

Daten Leitung Minus (A-Leiter)

Pflicht

9

CNTR-N

Repeater Richtungskontrolle

Optional

 

Die Speisung von 5V muss mindestens 100 mA liefern können und dient der Speisung der Busabschlüsse. Oftmals wird diese Speisung auch für die Speisung von LWL-Konverter oder Repeater genutzt. Die Auflegung der 24V Speisung in demselben Stecker wird nicht mehr empfohlen.  Der Schirm muss bei allen Steckern grossflächig an die Schutzerde aufgelegt werden. Dazu sind die Stecker entsprechend ausgelegt (Bild 49). Der Pin 1 soll für die Schutzerde nicht mehr verwendet werden.

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Bild 49: Auflegen des Schirms in einem D-Sub Stecker

Bild 50: Stecker mit Diagnosebuchse

Bild 50: Stecker mit Diagnosebuchse

Um die Netzwerkanalyse und Fehlersuche zu ermöglichen sollte mindestens ein Stecker in einem Segment eine Diagnosesteckbuchse (nebenstehende Abbildung) aufweisen. Wir empfehlen diesen Diagnosestecker beim Master der Klasse 1 (der Steuerung) ein zu planen.

Dieser zusätzliche Anschluss erlaubt es einen Busmonitor oder ein Programmiergerät direkt am laufenden Bus anzuschliessen, ohne das Netzwerk zu unterbrechen. Diese Diagnosestecker dürfen aber nicht für unzulässige Stichleitungen verwendet werden.

Moderne PROFIBUS Stecker haben einen Kabel Eingang als „ingoing“ und einen Kabel Abgang als „outgoing“ Anschluss gekennzeichnet. Diese Unterscheidung ist sehr wesentlich, da der Stecker den Kabelabgang ausschaltet, wenn der Abschlusswiderstand eingeschaltet wird. Solche Stecker sind sehr nützlich für den Test und die Inbetriebnahme eines Netzwerkes. Wenn ein solcher Stecker in der Mitte eines Segmentes einen Abschluss eingeschaltet hat, wird der am Abgang angeschlossene Teil des Segmentes abgetrennt und der verbleibende Rest des Netzwerkes ist weiterhin korrekt abgeschlossen. Aus diesem Grund muss der erste und der letzte Stecker nur ein Kabel-Eingang „ingoing“ verwenden!

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Oftmals haben Stecker einen eingebauten Schalter der den Bus bei eingeschaltetem Busabschluss unterbricht.

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Am Ende und Anfang des Busses muss das Kabel nur am Eingang eingeführt werden.

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In der Mitte des Bus-Segmentes werden beide Kabelstücke angeschlossen. Der Kabeleingang führt zum Master.

Bild 51: Unterbrechende Stecker

Bei einem Stecker ohne Unterbrechung können zusätzlich eingeschaltete Busabschlüsse nicht eindeutig erkannt werden. Durch den zusätzlichen Busabschluss wird das Signal gedämpft und es können sporadische Übertragungsfehler entstehen.

Bild  52: Zusätzlicher Busabschluss kann schlecht erkannt werden

Bild  52: Zusätzlicher Busabschluss kann schlecht erkannt werden

Beim Einsatz von Steckern mit Unterbrechung führt das Einschalten eines zusätzlichen Busabschlusses zwangsläufig zu einem Unterbruch des Buses und somit zu einem statischen und einfach feststellbaren Fehler.

Bild 53: Ein zusätzlicher Busabschluss unterbricht den Bus

Bild 53: Ein zusätzlicher Busabschluss unterbricht den Bus

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PRO_clip0015 Stecker mit eingeschaltetem Busabschluss und Unterbrecher

Die Kabel werden abisoliert. Bei speziellen Fast-Connect Kabeln kann dies rasch und sicher mit einem speziellen Werkzeug erfolgen.

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Schieben Sie das so vorbereitete Kabel in den Stecker mit Durchdringungstechnik.

Schliessen Sie den Stecker fest.

Wenn flexible Kabel mit Litzen verwendet werden, kann das Kabel mit dem Abisolierwerkzeug vorbereitet werden. Bei Einsatz von Schraubklemmen müssen aber Aderendhülsen eingesetzt werden. Schleppkabel sollen mit einer zusätzlichen Zugentlastung versehen werden.