PROFIBUS Handbuch

Übertragungstechnik

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Übertragungstechnik

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PROFIBUS wird für unterschiedliche Anwendungsgebiete eingesetzt und verwendet darum unterschiedliche Übertragungstechniken. PROFIBUS DP und PROFIBUS FMS verwenden beide die RS 485 Übertragung. Zusätzlich kann eine optische Übertragung über Glas- oder Kunststoff Lichtwellenleiter (LWL) eingesetzt werden (engl. auch Fiber-Optics FO). PROFIBUS PA nutzt eine spezielle Übertragungstechnik MBP (= Manchester Bus Powered) die auch die Speisung der Feldgeräte über den Bus erlaubt. RS 485-IS und MBP-IS sind zwei Versionen mit eigensicherer Übertragung.

Für die Übertragungstechnik wird ein Typ festgelegt. In der IEC 61784 sind für den PROFIBUS die folgenden Typen festgelegt:

Typenbezeichnung

Übertragungstechnik

0

Kupferleitungen mit RS 485

1

synchrone MBP

2

LWL Kunststoff

3

LWL Glas

4

LWL HCS

 

In dem elektronischen Datenblatt, der GSD Datei, wird die Übertragungstechnik unter dem Schlüsselwort Physical_Interface festgelegt. Wenn dieses Schlüsselwort in der GSD nicht verwendet wird, wird nur eine RS485 Schnittstelle angeboten. Andere Schnittstellen können mit Werten nach obenstehender Tabelle angegeben werden. Zusätzliche können Verzögerungszeiten der Treiber angegeben werden:

Physical-Interface = 1                     ; synchrone MBP

Transmission_Delay_31.25 = 0

Reaction_Delay_31.25     = 0

End_Physical_Interface
 

Jedes Segment hat eine definierte Übertragungstechnik. Segmente der gleichen Übertragungstechnik werden mit Repeater (Verstärker) miteinander verbunden. Für die Verbindung von unterschiedlichen Segmenten werden Koppler oder LWL-Konverter eingesetzt. Diese Segment-Übergänge innerhalb einem PROFIBUS Netzwerk können bei der Konfiguration nicht geplant werden, sie sind grundsätzlich unsichtbar. Nur wenn diese Repeater oder Koppler für die Diagnose als Feldgerät implementiert sind, werden diese in der Konfiguration sichbar und müssen wie ein Feldgerät konfiguriert werden.

Für den hierarchischen Übergang zwischen zwei PROFIBUS Netzwerken kann ein Link eingesetzt werden. Ein Link verbindet eine Feldgerät auf einem Netzwerk mit einem zweiten Netzwerke als Master der Klasse 1 und auch Klasse 2. Ein DP/PA Link wird für die Integration von umfangreichen MBP Netzwerke in ein PROFIBUS DP-System verwendet.

Für einen ersten Einstieg gibt es auch ein Web-Based Training (WBT) zur PROFIBUS Installationstechnik.