PROFIBUS Handbuch

MS0: Zyklische Daten

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Beim PROFIBUS werden Master der Klasse 1 und 2 von den Slave Geräten unterschieden. Diese Geräte kommunizieren mit unterschiedlichen Kommunikationsbeziehungen.

Modell der PROFIBUS Kommunikation

Bild 132: Modell der PROFIBUS Kommunikation

Wir betrachten hier den Fall einer Kommunikation einer Steuerung mit seiner abgesetzten  Peripherie, d.h. den Slave Geräten. Die Abkürzung DP steht dabei für Dezentrale Peripherie. Wir bezeichnen die Steuerung in unserem Fall als DP-Master der Klasse 1 und die peripheren Ein- und Ausgabeelemente als DP-Slave. Dieses Kommunikationsprotokoll wird als MS0 bezeichnet. Die Kommunikationsbeziehungen MS1 und MS2 dienen der azyklischen Kontrolle der Parameter und werden in einem späteren Kapitel erläutert.

Der DP-Master der Klasse 1 (Steuerung) wird dabei die einzelnen DP-Slave (Peripherie) pollen. Er schreibt immer alle Ausgangswerte eines DP-Slaves und erhält von Ihm als Antwort sofort alle Eingangswerte zurück. Dies wird der Reihe nach vom DP-Master mit allen DP-Slave so gemacht. Nach einem Zyklus beginnt er wieder von vorne. Die Steuerung bildet so mit den Daten der dezentralen Peripherie ein Prozessabbild (Process Image).

Der DP-Master muss somit bevor er seine Kommunikation aufnehmen kann konfiguriert werden. Er muss wissen, welche DP-Slave auf dem PROFIBUS von ihm kontrolliert werden müssen und welche Daten dabei ausgetauscht werden sollen. Er braucht die Beschreibung der Kommunikationseigenschaften der angeschlossenen Geräte. Dies wird beim PROFIBUS in elektronischem Format geliefert, der sogenannten General-Station-Description GSD-Datei. Durch einlesen dieser GSD-Datei kann somit ein Konfigurationswerkzeug die Kommunikationseigenschaften eines DP-Slave kennen lernen, es ist ein elektronisches Datenblatt (Electronic Datasheet).

In den nächsten Kapitel werden somit die Grundfunktionen des PROFIBUS-DP erläutert, wobei in jedem Kapitel auch die Beschreibungen in der GSD und die dazu gehörenden Telegramme erläutert werden.