PROFIBUS Handbuch

MS1/MS2: Azyklische Daten

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MS1/MS2: Azyklische Daten

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Beim PROFIBUS werden Master der Klasse 1 und 2 von den Slave Geräten unterschieden. Diese Geräte kommunizieren mit unterschiedlichen Kommunikationsmodellen.

Bild 146: Modell der PROFIBUS Kommunikation

Bild 146: Modell der PROFIBUS Kommunikation

Eine Steuerung kommuniziert mit dem MS0 Protokoll mit seiner Peripherie. Dieses Protokoll ist in einem vorangehenden Kapitel beschrieben worden, und wird hier nicht mehr weiter erläutert.

Wir betrachten in diesem Kapitel wie eine Steuerung (Master der Klasse 1) oder eine Engineeringstation (Master der Klasse 2) mit dem Slave azyklisch Parameter austauscht.

Komplexe Slave-Geräte (z.B. in der Prozessindustrie) benötigen erweiterte Kommunikationsfähigkeiten. Dies beinhaltet azyklischer Datenaustausch, ein erweitertes Alarmmodell und die Einführung von komplexen Datenstrukturen. In diesem Kapitel werden die notwendigen Erweiterungen zum Standard DP-V0 Protokoll erläutert. Wir gehen dabei davon aus, dass der Leser mit den Grundlagen vom PROFIBUS DP-V0 Protokoll vertraut ist.

Diese Erweiterungen werden als DP-V1 bezeichnet und sind so angelegt, dass  ein DP-Slave immer mit einem Standardmaster mit den Grundfunktionen DP-V0 kommunizieren kann.

Im Standard PROFIBUS-DP kann eine Master der Klasse 1 mit einem DP Slave zyklische Daten austauschen. Ein Master der Klasse 2 kann gleichzeitig mit dem Master Klasse 1 kommunizieren und die Konfiguration kontrollieren. Beim Zugriff auf den DP-Slave ist der Master der Klasse 2 aber in seinen Funktionen stark eingeschränkt: Die zyklischen Prozessdaten können nur gelesen, nicht aber geschrieben werden.

Im erweiterten Protokoll DP-V1 werden neben den zyklischen Prozessdaten noch zusätzliche Parameterdaten spezifiziert. Diese Parameterdaten können vom Master Klasse 1 und 2 über spezielle Kommunikationsbeziehungen gelesen und geschrieben werden. Zusätzlich wird für eine erweiterte Diagnose ein Alarmhandling eingeführt.

Wir werden somit die folgenden Kapitel ansprechen müssen:

-Wie werden die Parameterdaten in diesen Geräten modelliert?
-Wie werden die azyklischen Kommunikationen zwischen Master der Klasse 1 und Slave aufgebaut und verwaltet?
-Wie werden die azyklischen Kommunikationen zwischen Master der Klasse 2 und Slave aufgebaut und verwaltet?
-Wie werden die Alarme behandelt.