PROFIBUS Handbuch

Schritt 5: Überwachen

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Schritt 5: Überwachen

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Die PROFIBUS Anlage ist nun erfolgreich in Betrieb genommen worden. Durch die folgenden Massnahmen kann der Betrieb überwacht und die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sichergestellt werden.

Schritt 5.1: Diagnosemeldungen auswerten

Wenn die Signale am Feldgerät in einem unerlaubten Zustand sind, kann das Feldgerät über den PROFIBUS eine Diagnosemeldung absenden. Dies wird oftmals in der Steuerung und/oder im Feldgerät mit einem roten Diagnose-LED signalisiert. Der Inhalt dieser Diagnosemeldung gibt Hinweise auf eine mögliche Ursache der Diagnosemeldung. Neben Störungen auf dem PROFIBUS werden mit solchen Diagnosemeldungen vor allem Störungen am Feldgerät selber gemeldet. Für den Betriebsunterhalt ist es sehr nützlich, über eine Bedienoberfläche mit der Klartextanzeige der Diagnosemeldungen zu verfügen. Viele Diagnosemeldungen sind Teil der PROFIBUS Norm und sind somit in Ihrer Bedeutung unabhängig vom Hersteller des Feldgerätes.

Oftmals hat eine Diagnosemeldung keine Ursache im PROFIBUS sondern zeigt eine Störung im Feldgerät an.

Schritt 5.2: Kontrollmessungen durchführen

Durch Korrosion und mechanische Bewegungen können sich Durchgangswiderstände erhöhen oder Drähte brechen. Dies kann zu einer Verminderung der Signalpegel oder Reduktion der Schutzwirkung der Schirmung führen. Dies kann mit einer Kontrollmessung festgestellt werden.

Wir empfehlen die Kontrollmessungen der Inbetriebnahme in regelmässigen Abständen, z.B. nach mehreren Jahren während einer Unterhaltsperiode, zu wiederholen und die Messresultate zu vergleichen. Wenn die Signalpegel oder die Anzahl der Wiederholungen von Telegrammen sich erhöht, ist eine Kontrolle der Installation angebracht. Damit können Fehler beseitigt werden, bevor diese zu einer Störung oder einem Ausfall führen.

Schritt 5.3: Permanente Überwachung

Von verschiedenen Herstellern sind PROFIBUS Netzwerk-Überwachungsgeräte verfügbar. Diese Geräte messen die Signalqualität und werten die Telegramme auf einem oder mehreren PROFIBUS Netzwerken aus. Sobald ein vordefinierter Schwellwert erreicht wird, sendet das Überwachungsgerät eine Meldung and ein entsprechendes Leitsystem oder Netzwerkmanager. Dazu verfügen diese Geräte in der Regel über eine zusätzliche Ethernet Schnittstelle.