PROFIBUS Handbuch

Schutzmassnahmen

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Schutzmassnahmen

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Beim PROFIBUS werden alle Signale symmetrisch auf zwei Leitern geführt. Es ist darauf zu achten, dass diese beiden Leiter immer nahe beieinander liegen, damit eingekoppelte Störungen sich als Gleichtaktstörung - auf beiden Leitern gleich goss - und nicht als Differenz einkoppeln können.

Zur Verstärkung dieser Schutzwirkung werden die beiden Leiter im PROFIBUS Kabel verseilt, so dass diese zwingend nahe beieinander liegen, sich abwechseln näher bei einer kapazitiven Störquelle befinden und die Schlaufen kleine Flächen aufweisen die sich bei der Einkopplungsrichtung abwechseln.

Für RS485 Übertragung wird beim PROFIBUS zwingend ein geschirmtes Kabel vorgeschrieben. Dieser Schirm umfasst ein Drahtgeflecht um auch grössere Energien ableiten zu können und eine Folie, die auch Störungen mit hohen Frequenzen effektiv abschirmt.

Bild 55: RS 485 Übertragungstechnik, geschirmt und verseilt

Bild 55: RS 485 Übertragungstechnik, geschirmt und verseilt

Beim PROFIBUS müssen die Busanschaltungen der Feldgeräte von der Prozessspeisung galvanisch getrennt sein. Dazu werden bei RS485 optische Übertrager eingesetzt. Damit soll eine ohmsche Einkopplung von störenden Signalen aus dem Prozess grundsätzlich vermieden werden.

Zusammenfassend kann festgehalten werden:

1.Die beiden Leiter eines PROFIBUS Kabels sind immer verseilt
2.Der durchgehende Schirm wird beidseitig an die Schutzerde angeschlossen